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Aktueller Zustand des Strandbads Müggelsee

 Das Strandbad Müggelsee zerfällt zusehends

2005

Ankündigung des Betreibers, den Berliner Bäder-Betrieben, über die Schließung des Strandbades im nächsten Jahr, da die finanziellen Mittel für die notwendige Generalsanierung nicht aufgebracht werden können und der Betrieb nicht kostendeckend arbeitet.

2006

Verhinderung der Schließung durch Übergabe des Strandbades an den Bezirk Treptow-Köpenick. Besuchern steht das Bad kostenlos zur Verfügung, jedoch können keine zusätzlichen Mittel zur Sanierung bereitgestellt werden. Der Zerfall wird nicht aufgehalten.

2008

Scheitern des öffentlichen Interessenbekundungsverfahren des Bezirkes zur Findung eines Investors.

2009 bis heute

Betreuung des Strandbad Müggelsee durch die Vereine "Bürger für Rahnsdorf e.V." und "Agrarbörse Deutschland Ost e.V."

2010

Drei Konzepte zum Erhalt und Betrieb des Strandbad Müggelsee werden dem Bezirksamt Treptow-Köpenick vorgestellt. 

2011

Das Bezirksamt gibt bekannt, dass das Konzept der Bewerber Kühne & Wolff favorisiert wird. Entsprechende Vertragsverhandlungen wurden aufgenommen.  



Aktuelle Aufnahmen des Strandbads Müggelsee

Der Zerfall des Strandbad Müggelsee, dem einst so attraktiven Ausflugsziel und Naherholungsgebiet, ist deutlich sichtbar. Öffentliche Mittel zur Sanierung des Areals werden nicht bereit gestellt.


Das Eingangsgebäude

Das Eingangsgebäude, durch den die Besucher kostenlos in das Strandbad Müggelsee gelangen, ist täglich zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang geöffnet. Von den ursprünglich drei angelegten Durchgängen, ist nur der mittlere offen. Nicht nur die Fassade des denkmalgeschützten Bauwerks ist sanierungsbedürftig. Bei der Wärmedämmung und technischen Gebäudeausstattung gibt es Nachholbedarf.  


Große Freitreppe

Über die große Freitreppe gelangen Gäste hinunter zum Strand. Der Platz vor dem historischen Gebäude ist mit unebenen und ungleichen Gehwegplatten belegt. Auch auf der Treppe finden sich zum Teil lose und beschädigte Platten. Dies ist nicht nur ein optischer Mangel, sondern birgt auch eine Stolpergefahr für die Besucher. Die vorhandene Begrünung kann aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln nicht ansprechender gestaltet werden. 


Marode Uferkante

Der vergangene Winter und das dicke Eis haben die ohnehin marode Uferkante komplett zerstört. Die Bewehrung des Betons steht heraus, Betonteile sind angebrochen oder lose und sind damit eine Gefahr für Besucher und die Bewohner des Sees. Die Betonkante ist vom Ufer und vom Wasser aus abgesperrt, sodass der Müggelsee vom Sandstrand aus nur über die beiden Holzplattformen erreichbar ist. Das Absperrband und die verfallene Uferkante trüben den eigentlich so herrlichen Blick auf den Müggelsee.


Historische Fassade des Ostflügels

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. Freiliegende Bewehrung, rostende Stahlträger und Mauerwerksschäden sind für jedermann sichtbar. Die historische Fassade des Ostflügels und der "Würfel" im Hintergrund sind mit Graffiti beschmiert . Der Putz fällt von den Wänden. Die Räumlichkeiten des Ost- und Westflügels bleiben größtenteils ungenutzt und verfallen weiter.  


Die großzügigen Terrassenflächen

Die großzügigen Terrassenflächen, der Würfel und ein Großteil des Ost- und Westflügels bleiben ungenutzt und wirken verlassen. Ein trauriger Anblick für jeden Besucher.


Der "Würfel"

Daran dass der "Würfel" mit seinem Restaurant und der Diskothek ein beliebter Anziehungspunkt war, lässt nur noch die bunte Werbetafel erahnen. Kaputte Fenster und beschmierte Fassaden machen deutlich, dass das Gebäude komplett leer steht.